Auslandssemester Irland: Leas Gefühle und Erfahrungen

Wir freuen uns sehr, heute schon den ersten Co-Autoren bei uns im Magazin begrüßen zu dürfen. Lea ist 25 Jahre alt und schreibt auf ihrem Blog Rosy&Grey gerne über Wohninspirationen, Dekoideen, DIY, und Rezepte. Ihr Motto „Kleine Dinge machen große Freude“ findet sich auf ihrem gesamten Blog wieder. Lea ist halb-deutsch-halb-französisch, studiert eigentlich in München, macht aber momentan ein Auslandssemester in Dublin, Irland. Genau darum geht es auch in ihrem Co-Beitrag, denn Lea teilt heute ihre Erfahrungen und Gefühle mit dir.

Auslandssemester: Welcher Gefühlstornado dich erwartet

Ein Auslandssemester bringt neben der ganzen Vorfreude auch so einiges an Aufregung und Gefühlschaos mit sich! Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so viele verschiedene Gefühle in so kurzer Zeit erfahren habe. Wahrscheinlich als ich ein Jahr alt war und ich Laufen gelernt habe. Eines jedoch schon mal vorweg: Wie auch immer dieses Chaos sich entfalten mag und wie stressig es zwischendurch werden kann, ein Auslandssemester ist jede einzelne dieser Hürden wert. Aber dazu komme ich noch. Wir springen heute gleich mal mitten ins Abenteuer, denn ich möchte euch davon erzählen, was euch zu Beginn eines Auslandssemesters erwartet. Und zwar vor allem gefühlstechnisch. Den ganzen Organisationskram und die Fakten lasse ich mal beiseite, denn seien wir mal ehrlich: Was einen an Papierkram und offiziellem Zeug erwartet weiß wohl jeder. Aber was geht eigentlich in einem vor, was sind die Gefühle, mit denen man konfrontiert wird, wenn es mit dem Auslandssemester wirklich losgeht? Das sind Fragen, zu denen ich gerne Antworten gehabt hätte, bevor es für mich im Januar los nach Dublin ging. Wenn du also ein Auslandssemester planst oder in Erwägung ziehst, dann hoffe ich, dass dieser Beitrag dir weiterhilft!

Die Woche bevor es losgeht

In dieser Woche war meine Stimmung wahrscheinlich am wechselbarsten von allen. Von einer Minute zur anderen konnten meine Gefühle von Begeisterung und Enthusiasmus zu Panik und Traurigkeit schwanken. Begeisterung und Enthusiasmus deshalb, weil meine Vorfreude auf das Abenteuer anstieg, das ich seit so langer Zeit geplant hatte. Die Panik hing wohl damit zusammen, dass ich bis drei Tage vor Abreise noch keine Unterkunft in Dublin gefunden hatte und keinen blassen Schimmer hatte, wie ich jemals den Inhalt meines Kleiderschranks, Badschranks und Schuhregals in zwei Koffer packen sollte. Ganz ehrlich, wie soll man denn alles, was man für 5 Monate im Ausland braucht auf 23 kg reduzieren? Ich kann euch beruhigen: Es ist tatsächlich möglich! Und neben dem ganzen Stress machte sich dann auch noch ab und zu ein Kloß in meinem Hals breit. Denn mir wurde nach und nach klar, dass ich alle meine Liebsten, meine Familie und meinen Freund erstmal eine sehr lange Zeit nicht mehr sehen würde.

Abschiednehmen

Tja, und plötzlich war er dann da, der Tag der Abreise. Die ganze Zeit über hatte ich großen Respekt vor meinem letzten Tag und dem bevorstehenden finalen Abschied. Als es soweit war, kam es aber tatsächlich überhaupt nicht so schlimm wie erwartet. Durch die ganze Aufregung, den Stress beim Packen und die Vorfreude hatte ich gar nicht so sehr die Zeit, mir große Gedanken zu machen und ehe ich es kapiert hatte, saß ich auch schon im Flieger Richtung Abenteuer! Und als ich da so saß, war ich erstaunlich entspannt und ruhig. Ich glaube, das war das Beste, was ich tun konnte: ich habe es einfach auf mich zukommen lassen ohne groß nachzudenken.

Ehe ich es kapiert hatte, saß ich auch schon im Flieger Richtung Abenteuer!

Ankommen

Das Ankommen in Dublin hatte für mich etwas Magisches: Einerseits fühlte ich mich wie ein kleiner Mensch, der im Universum herumirrt, andererseits fühlte ich mich größer und stärker denn je. Ich weiß noch genau wie ich im Bus vom Flughafen zur Wohnung saß und aus dem Fenster in die großen Dubliner Straßen blickte. Ich war total überwältigt von dem Anblick und von der Realität, die plötzlich vor mir stand. Und obwohl ich total aufgeregt war, habe ich die ganze Fahrt lang vor mich hingelächelt. Ich war stolz auf mich, dass ich dieses Abenteuer wagte und glücklich, dass es endlich losging.

Wenn du also noch am Zögern bist, ob du ein Auslandssemester machen sollst oder nicht, dann hör auf zu denken und tu es!

Die erste Woche

In der ersten Uni-Woche habe ich wohl den intensivsten Emotionswandel durchlebt. Aber eins nach dem anderen: Am ersten Tag bin ich mit einem ängstlichen Gefühl aufgewacht und lauter Fragen schwirrten mir im Kopf herum: Werde ich den Weg zur Uni überhaupt finden? Werde ich jemanden kennenlernen? Oder werde ich für immer und ewig alleine bleiben? Okay, ich übertreibe gerade etwas, aber so ein bisschen (sehr) aufgeregt war ich schon! Jetzt im Nachhinein kann ich euch getrost sagen: Alle diese Fragen werden sich im Nu erledigen – wenn ihr euch nur ein bisschen anstrengt und einfach jeden anredet, der euch über den Weg läuft. Das war zumindest meine Strategie und sie ist wunderbar aufgegangen. Tatsächlich bin ich mit den zwei Mädels, die ich als erstes angesprochen habe, immer noch befreundet! Und ob ihr es glaubt oder nicht, am Ende der ersten Woche hatte ich schon so viel mit tollen neuen Leuten erlebt. Ich war sogar schockiert als mir klar wurde, dass ich diese Leute erst sieben Tage kannte, denn es fühlte sich schon an wie eine Ewigkeit. Ich glaube, die Freundschaften, die man im Ausland knüpft, sind ganz anders als die, die man in seinem gewohnten Umkreis hat. Dadurch, dass alle in der gleichen Situation sind, fernab von Familie und Freunden, scheint es mir, als wären alle viel offener. Ich habe das auch an mir selbst festgestellt: Hier habe ich das Gefühl, dass ich mich viel schneller auf neue Personen einlasse. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass eine Freundschaft jemals so schnell so intensiv wurde. Das ist ein wunderbares und einmaliges Gefühl!

Jemand hat einmal zu mir gesagt, dass die ersten Wochen des Auslandssemesters zwar die schwierigsten sein mögen, dass das aber auch die Zeit ist, in der es am einfachsten ist, Freunde zu finden. Und ich wüsste nicht, wie ich es besser zusammenfassen könnte. Wenn ich an all die Abenteuer denke und an all die Leute, die ich kennen lerne, bin ich unendlich dankbar dafür, dass ich das hier erleben darf. Wenn du also noch am Zögern bist, ob du ein Auslandssemester machen sollst oder nicht, dann hör auf zu denken und tu es!

Hast du auch schon Auslandserfahrungen gesammelt? Wenn ja, wie ging es dir damit? Vielleicht möchtest du auch deine Geschichte mit uns teilen. Wie immer kannst du uns auch gerne deine Bilder auf Instagram zukommen lassen, indem du uns darauf markierst! Übrigens kannst du dort auch gerne Lea folgen!

5 Kommentare
  1. Absolut klasse geschrieben♡Man bekommt einen kleinen Einblick in die Gefühls Welt eines Auslandssemesters. Und Irland ist einfach super schön.
    LG
    Nicole
    von Zuckerdeern.com

    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! 🙂
      Irland ist wirklich traumhaft! Eines Tages möchte ich auch dorthin.
      Liebste Grüße!

    1. Nicht wahr? So geht es mir auch immer. Und dann denke ich an Leas letzten Satz: Einfach machen! Man träumt viel zu viel und tut viel zu wenig.
      Lass uns unsere Koffer packen und auf geht’s! 🙂
      Liebste Grüße

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