Du bist gut – Carolins Weg zu mehr Selbstbewusstsein

Wir freuen uns sehr, dass heute Carolin bei uns zu Besuch ist und einen wichtigen Beitrag für die Kategorie Stories zum Thema Selbstbewusstsein verfasst hat! Carolin ist 19 Jahre alt und kommt aus dem schönen Bayern. Auf ihrem Blog Coralinart schreibt sie über Fotografie, Design, Bücher, Beauty und Lifestyle. Wir schauen schon länger regelmäßig bei ihr vorbei und sind begeistert von ihren vielfältigen Themen! Es lohnt sich also sehr, ihre Website zu besuchen.

Ständig wird uns von den Medien oder anderen Menschen vermittelt, dass wir nicht gut genug sind. Sie wollen uns vorschreiben, wie wir sein müssen. Was wir tun sollen. Sei schlank, sportlich, hübsch, fröhlich, erfolgreich und noch so viel mehr. Perfektion ist selbstverständlich, wird heutzutage von jedem erwartet. Das erzeugt Druck, doch besonders als Jugendlicher kann man mit diesen Erwartungen noch nicht richtig umgehen. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die mit 14 Jahren oftmals das Gefühl hatte, sich verbiegen zu müssen. Damals wollte ich nur so sein, wie alle anderen auch. Zwar habe ich diese Zweifel nie gezeigt, aber es fiel mir schwer, meine Makel zu akzeptieren. Darunter leidet natürlich das Selbstbewusstsein.

Mittlerweile habe ich eine klare Sicht auf die Dinge. Ich muss nicht mehr jedem gefallen, möchte das auch gar nicht. Falls du genauso empfindest, dir ständig unsicher bist und nicht weißt, was du dagegen unternehmen sollst, habe ich hier einige Tipps für mehr Selbstbewusstsein. Meine Geschichte sozusagen. Es ist nicht einfach, von heute auf morgen alles zu ändern und plötzlich lockerer zu werden. Mehr Selbstwertgefühl zu erlangen ist ein äußerst langsamer Prozess, doch ich selbst habe es geschafft. Und du kannst das auch!

Ich will nicht behaupten, dass diese Ratschläge besonders originell oder außergewöhnlich sind. Nur muss man sie manchmal schwarz auf weiß lesen, um sie sich erneut ins Gedächtnis zu rufen.

Haters gonna hate

Es wird immer Leute geben, die dich nicht mögen. Ganz egal, wie sehr du dich bemühst oder was du tust. Hör damit auf, dich für diese Menschen verbiegen zu wollen. Aus eigener Erfahrung weiß ich gut, dass du dadurch keineswegs glücklicher wirst. Sich ständig fragen zu müssen, wie man bei Hatern ankommt, kostet nur Energie.

Dennoch ist es nicht einfach, mit Hass und Hämen umzugehen. Egal, ob man nun im echten Leben oder „nur“ virtuell damit konfrontiert wird.

Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mich meine Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen nicht stört. Glaube mir, wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich sie sofort korrigieren lassen, doch aus medizinischer Sicht gibt es dabei eben einige Schwierigkeiten. Ich musste lernen, mich mit diesem Schönheitsfehler zu arrangieren, was in der Pubertät keineswegs einfach war.

Bemerkungen wie beispielsweise „Kraterfresse“ trafen mich als 14-jähriges Mädchen natürlich mitten ins Herz. Mir war und ist unbegreiflich, wie man solch verletzende Worte gegen eine Person richten kann, die man eigentlich gar nicht kennt. Ja, ich habe eine Zahnlücke, na und? Bin ich deswegen unhygienisch oder benehme mich wie ein Höhlenmensch? Nein. Ist den Absendern dieser anonymen Kommentare nicht bewusst, was für einen Schaden sie mit ihren Beschimpfungen anrichten?

„Hör auf dich für diese Menschen verbiegen zu wollen.“

Makel machen dich besonders

Am liebsten hätte ich mir damals den Kopf abgehackt. Ich wollte keine Bilder mehr von mir machen, sie nicht im Netz zeigen und falls ich mich doch mal getraut habe, wurde penibel darauf geachtet, nicht zu lächeln. Allerdings bekamen meine Selfies stets mit Abstand die wenigsten Likes, was die Zweifel weiter bestärkte und das Selbstwertgefühl kontinuierlich sinken ließ. Indem ich meine Augen mithilfe von Eyeliner und Mascara betonte, wollte ich zudem von der lästigen Zahnlücke ablenken. Knalliger Lippenstift? No way!

Dieses übervorsichtige Verhalten ging mir nach einer Weile in Fleisch und Blut über. Irgendwann fragte ich mich jedoch, wovor ich mich eigentlich fürchtete. Mir wurde klar, wie dämlich es ist, sich von Fremden unter Druck setzen zu lassen, Äußerlichkeiten so viel Bedeutung zu schenken. Also kaufte ich mir einen pinken Lippenstift und trage diesen seitdem mit Stolz.

Ich bin gut, so wie ich bin. Meine Makel, all die kleinen Fehler, sie sind nichts Schlimmes und irgendwann muss man einfach lernen, mit ihnen zu leben. Ohne schämen, ohne Angst vor der Meinung anderer. Obwohl ich noch heute manchmal zu kritisch mit mir selbst bin, weiß ich nun, dass ich mich nicht verstecken brauche, denn niemand ist perfekt.

Wenn ich einen flüchtigen Blick in den Spiegel werfe, versuche ich, mich nicht auf die Dinge zu fokussieren, die mich stören. Ich möchte nur das Positive wahrnehmen, mich selbst schön finden. Weil ich es bin. Genau wie du. Makel machen uns besonders. Diversität ist wichtig. Zeig der Welt, was du drauf hast!

Bist du zufrieden mit dir selbst? Hast du schon mal Erfahrungen mit Hater-Kommentaren gemacht?

Liebe Carolin, Dankeschön für deinen tollen Beitrag zu diesem wirklich wichtigen Thema! Wenn dir Carolins Artikel auch gut gefallen hat, dann schau doch auch mal auf ihrem Instagramprofil vorbei!

Welche Erfahrungen zum Thema Selbstbewusstsein hast du gemacht? Schreibe uns gerne in den Kommentaren!

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