Saras Messebericht zur Design Gipfel Messe in Essen

Heute gibt es mal wieder was von unserer Co-Autorin Sara zu lesen. Sie war auf der Design Gipfel Messe in Essen und möchte ihre Eindrücke mit dir teilen. Hast du übrigens schon ihren ersten Bericht über ihr Aupair-Jahr in den USA gelesen? Falls nicht, solltest du das unbedingt noch nachholen!

Design-Gipfel Treffen in Essen

Ausgefallener Schmuck, einzigartige Kunstwerke, junge Mode-Labels. Das alles bietet der Design-Gipfel, der Ende März bei strahlendem Sonnenschein zu Gast in Essen war. Als Location wurde die traditionsträchtige Zeche Zollverein gewählt, die auch unabhängig von Veranstaltungen ein tolles Ausflugsziel ist. Da ich ein großer Design-Fan bin, und immer auf der Suche nach Inspirationen, konnte ich mir dieses Event natürlich nicht entgehen lassen.

Der „Design-Gipfel- Markt für Design und Handgemachtes“ wurde 2010 von zwei jungen Frauen in Münster gegründet, und soll jungen Kreativen und „Selbermachern“ eine Plattform bieten auf der sie ihre Produkte einem breiten Publikum präsentieren können. Dieses Gipfel-Treffen der jungen, kreativen Szene findet zweimal jährlich in verschiedenen Städten in Nordrhein-Westfalen statt.

In Essen war das Event sehr gut besucht, wir mussten uns kurz in eine Schlange einreihen, um in die Veranstaltungshalle zu gelangen. In dieser Halle auf dem Gelände der Zeche Zollverein hatten geschätzte 50 Aussteller einen Stand, an dem sie ihre Produkte anboten und es gab außerdem Auftritte von Künstlern, die den Gipfel musikalisch untermalten. Draußen konnten die Besucher in der Sonne entspannen und das Essen genießen, das sie an den dort aufgestellten Foodtrucks erwerben konnten.

Das Angebot in der Halle ging von Keramik und Kunst über Schmuck und Mode bis hin zu Delikatessen. Allerdings fiel mir auf, dass vor allem Schmuck, Taschen und Fotografie zwar sehr schön und ansprechend waren, aber die Auswahl glich einem Einheitsbrei. Besonders die Pinterest-liken grafischen Ohrringe, Ketten und Ringe, die zur Zeit jeder Hipster trägt wurden vielfach angeboten. Individualität war zum Teil leider Mangelware. Wahrscheinlich müssen sich junge Labels auch dem Main-Stream anpassen, um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können.

Besonders schön ist es dann, Ausnahmen zu finden, von denen es glücklicherweise genug gab!  Ein Hingucker war der Stand eines Künstlers, der seine Kunstdrucke, schöne Illustrationen der Natur angeboten hat und sich extra aus der Lünebürger Heide frühmorgens auf dem Weg nach Essen gemacht hat. Meine Mitbewohnerin hat sich eine Schmetterlings-Illustration gekauft, die jetzt ihr Zimmer verschönert. Erwähnenswert sind auch die Rucksäcke und Jacken einer jungen Designerin, die sie aus Polsterstoff genäht hat und auch die bunt bemalten Kuckucksuhren einer jungen Frau aus Düsseldorf.

Sehr cool und ausgefallen fand ich sowohl die Idee einer jungen Frau, bei der man sich selbst Etageren aus altem Porzellan bauen konnte, als auch einen Delikatessen-Stand, bei dem man u.a. Hanf- Holunder Vinaigrette erwerben konnte. Ich habe die Vinaigrette probiert und war positiv überrascht: die gibt jedem Salat ein Upgrade!

Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir auch der Stand zweier junger Männer, die ein Anfang März gegründetes Kleidungslabel vertreten haben. Dieses Label wurde von Deutschen und zwei Syrern gegründet, die seit kurzem in Deutschland sind und in ihrem Heimatland zu Schneidern ausgebildet wurden. Bisher hat das Label T-Shirts und Rucksäcke in ihrem Repertoire, die von den beiden Syrern genäht werden. Laut eigener Aussage sind sie eine Marke, die westliche und orientalische Stile kombiniert, um Gemeinschaft und Akzeptanz zu vermitteln. Falls jemand Interesse an ihren Produkten hat: Vermarktet wird das Label unter dem Namen „bayti-hier“. Die Website zum Label findest du hier. Ich finde, junge Unternehmen, die sich für Integration einsetzen, kann man nicht genug unterstützen!

Alles in allem, ist der Besuch des Design-Gipfels lohnenswert und man kann sehr schöne Dinge entdecken. Falls ihr Lust bekommen habt, einen Kreativmarkt zu besuchen: Kommendes Wochenende ist der Design-Gipfel in Bielefeld zu Gast!  Oder habt ihr schon ähnliche Kreativmärkte besucht?

Besuchst du auch gerne Messen oder ist das eigentlich eher nicht dein Ding? Gibt es vielleicht sogar eine Messe, die du jedes Jahr schon fest in deinen Terminkalender eingetragen hast? Schreib uns gerne in den Kommentaren!

Wenn du übrigens Werbung für dein Label machen möchtest und es hier im Co-Magazine vorstellen möchtest, dann schreib uns doch einfach eine Mail. Wir freuen uns auf dich!

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