Nadine: Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte

Heute haben wir für dich einen Beitrag von Nadine, die auf ihren Blog „Nadine Glucky Mom“  vor allem über ihr Leben als Mutter von zwei Kindern schreibt. Dort möchte sie inspirieren und vor allem zeigen, wie das Leben mit Kindern wirklich ist und dass es ganz normal ist, wenn es mal nicht so läuft, wie geplant. In diesem Artikel möchte sie dir erzählen, was sich nach ihrem ersten Kind verändert hat. Wir hoffen sehr, dass dir dieser Beitrag gefällt. Schau auf jeden Fall auch auf ihrem Blog vorbei, denn dort findest du einige sehr interessante Beiträge.

WENN ICH DAS VOR
DEM ERSTEN KIND GEWUSST HÄTTE

Hallo, ich bin Nadine, verheiratet, Mutter von zwei Kindern. Bevor ich mit Kiddy 1 schwanger wurde, hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie sehr sich unser Leben mit Kind verändern würde. Ich bin da so ein bisschen locker rangegangen. Ich wollte auf alle Fälle nach einem Jahr wieder voll arbeiten gehen. Das Kind mit in die Kita meines Arbeitgebers nehmen. Kiddy 1 sollte nach einer beschwerlichen Schwangerschaft ein Einzelkind bleiben. Ich wollte mit meinem Mann alleine in meinem Bett schlafen.

Okay, nur so viel: Nichts davon ist auch wirklich eingetreten.

WAS WIRKLICH GESCHAH…

Wenn ich vor dem ersten Kind nur geahnt hätte, wie sehr so ein kleiner Zwerg dein Leben und jegliche Zukunftsplanung komplett auf den Kopf stellen kann. Dann hätte ich mir doch ein paar Gedanken gemacht. Klar der Schlafentzug machte aus mir einen anderen Menschen, einen Menschen mit einem ganz dünnen Nervenkostüm. Aber dieses kleine, hilflose Bündel Mensch machte mich zu einer Mama. Ich begann die Verantwortung für diesen kleinen Menschen zu übernehmen.

Stundenlang konnte ich ihr beim Schlafen, Pupsen, Räkeln und Grimassen ziehen zuschauen. Ich bin durch sie viel reifer und verantwortungsvoller geworden. Ich habe die Zeit mit ihr so genossen. Ich konnte mich kaum von ihr trennen, auch nachts nicht. Sie schlief natürlich viel in unserem Bett. Meine Elternzeit verlängerte ich schnell auf drei Jahre, ich konnte mir nicht vorstellen meine Kleine mit einem Jahr in die Kita zu geben. Mein Job war mir sicher, hätte sich aber irgendwie sehr verändert. Das war auch kein Anziehungspunkt mehr für mich.

UND DANN KAM KIND NUMMER 2

Als die Kiddy1 dreieinhalb Jahre war, kam der Rabauke auf die Welt. Irgendetwas fehlte uns. Wir waren noch nicht komplett. Jetzt sind wir es. Es war ein tolle und unbeschwerte Schwangerschaft. Anstrengend waren natürlich wieder dieser Schlafentzug und seine Infektanfälligkeit. Jeglicher Infekt brachte noch weniger Schlaf und noch mehr Sorge. Jetzt ist der Rabauke fast zweieinhalb und ich denke, es wird besser. Beide Kinder lieben sich abgöttisch und können, wenn sie sich einig sind, ruckzuck die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Bei uns ist es so irrsinnig laut. Ob beim Spielen, Essen oder ins Bett bringen. Wir hätten die Stille noch mehr genießen sollen. Aber das alles ist gut so. So soll es sein, so soll es bleiben. Laut und chaotisch und nicht anders.

VOR DEN KINDERN HÄTTEN WIR NOCHMAL…

  • Bewusst ungestört zum Abendbrot essen sollen
  • Bewusst stressfrei und in Ruhe in einem Restaurant essen gehen sollen
  • Bewusst einen schönen Kinoabend mit Spätvorstellung und anschließender Kneipentour unternehmen sollen.
  • Bewusst einen ruhigen Urlaub verbringen sollen
  • Einen Dornröschen-Schlaf machen müssen
  • Eine Nacht allein in einem ganz großen Bett schlafen müssen
  • Eine Riesen-Shoppingtour unternehmen müssen

Kurz gesagt, wir hätten einfach noch bewusster und intensiver unser Leben zu zweit genießen sollen. Aber unsere Kinder sind das Beste, was uns je passiert ist. Ich würde die beiden für nichts auf dieser Welt eintauschen, obwohl für ein riesengroßes Wasserbett das in einem kleinen Häuschen in der Karibik steht…….
Nein! Natürlich nicht!

MEIN RATSCHLAG

Ein kleiner Ratschlag von mir an alle Bald-Mamis oder in Planung-Mamis: Hört nie (!!!! ) darauf was andere Mütter über ihre Wunder-Vorzeige-Ganz-schnell-trocken-Kinder berichten. Das ist meist alles gelogen! Da klappt in Wahrheit gar nichts zu Hause. Lasst euch nicht unter Druck setzen, egal ob es ums Trocken werden, wieder arbeiten gehen oder um die beste Frühförderung geht. Macht das, was euch euer Herz sagt und ihr meint, was das Beste für euer Kind ist. Das ist meist das einzig Richtige. Nur ihr kennt euer Kind!

Eure Nadine

Keine Kommentare

Lass einen Kommentar da

Deine Email wird nicht veröffentlicht.


FOLGE UNS

© 2017 Co-Magazine